Informationen für Betroffene

Was bietet diese Webseite ?

Informationen und Entscheidungshilfen

Diese Webseite gibt Ihnen Anhaltspunkte, um Ihren Konsum einzuschätzen. Sie finden Informationen dazu, was ein risikoarmer Konsum ist, und welche Anzeichen auf einen problematischen Konsum hinweisen.

  • Vielleicht finden Sie heraus, dass Ihr Konsum bereits ein Problem ist oder zu einem Problem führen könnte. Dann erhalten Sie auf  dieser Website Tipps, was Sie tun können.
  • Vielleicht finden Sie heraus, dass Ihr Konsum nicht problematisch ist. Dann finden Sie auf dieser Website Informationen, die Ihnen helfen, dass dies so bleibt.

Eine Alkoholabhängigkeit stellt sich nicht von heute auf morgen ein, sondern entwickelt sich über eine gewisse Zeit.

Je weniger gross ein Alkoholproblem ist, desto besser die Aussicht auf rasche, erfolgreiche Veränderung. Bei einem grösseren Problem macht es oft Sinn, Hilfe zu beanspruchen, etwa von einer Beratungsstelle. Damit steigt die Chance, dass die Veränderung gelingt.

Was ist ein risikoarmer Alkoholkonsum?

Massvoll trinken und…
in bestimmten Situationen gar nicht.

Alkohol ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Die meisten Menschen haben mit Alkohol keine Probleme. Aber mitunter kann er vom Genussmittel zum Rauschmittel oder Suchtmittel werden. Alkoholprobleme können jede und jeden treffen, unabhängig von Beruf, Geschlecht oder Alter.

Menschen reagieren unterschiedlich auf Alkohol. Manche entwickeln schon mit relativ kleinen Konsummengen Probleme, andere erst nach länger dauerndem hohem Konsum.

In Allgemeinen gilt als risikoarmer Konsum:

Gesunde erwachsene Männer: Nicht mehr als 2 bis 3 Standardgläser Alkoholisches pro Tag. An mindestens 2 Tagen pro Woche sollte man auf Alkoholisches verzichten. Wenn es ausnahmsweise etwas mehr wird, nicht mehr als 5 Gläser.

Gesunde erwachsene Frauen: Nicht mehr als 1 bis 2 Standardgläser Alkoholisches pro Tag. An mindestens 2 Tagen pro Woche sollte man auf Alkoholisches verzichten. Wenn es ausnahmsweise etwas mehr wird, nicht mehr als 4 Gläser.

Unter einem Standardglas versteht man die normalerweise in einem Restaurant ausgeschenkte Menge:

Jugendliche und ältere Personen: Der Körper von Jugendlichen, aber auch der Körper von älteren Menschen, reagiert empfindlicher auf Alkohol als der Körper von Menschen im mittleren Alter. 

  • Jugendliche unter 16 Jahren sollten keinen, und bis zum Erwachsenenalter wenig und selten Alkohol trinken. 
  • Bei Seniorinnen und Senioren sinkt der Wasseranteil des Körpers. Das lässt Alkohol stärker wirken. Vorsicht ist besser, darum lieber zurückhaltend trinken!

Kranke und Personen, die Medikamente einnehmen: Mit dem Arzt/der Ärztin oder einem Apotheker/einer Apothekerin sprechen, ob und wenn ja, wie viel Alkohol zuträglich ist. Alkohol kann einen Krankheitsverlauf negativ beeinflussen. Und alle Medikamente, sowohl rezeptfreie als auch verschriebene, können Wechselwirkungen mit Alkohol haben.

In gewissen Situationen ist schon wenig Alkohol zu viel: Im Strassenverkehr, bei der Arbeit, im Sport oder während einer Schwangerschaft sollte man ganz auf Alkohol verzichten.

Wann fangen Probleme an?

Probleme fangen klein an…
und werden immer grösser.

Der Übergang von einem unproblematischen zu einem problematischen Alkoholkonsum ist fliessend. Oft verläuft der Übergang unmerklich. Man trinkt nach und nach immer mehr, um sich zu entspannen, um Probleme zu vergessen und aus anderen Gründen.

Die unter „Was ist ein risikoarmer Konsum?“ beschriebenen Mengen sind eine gute Faustregel für gesunde Erwachsene, um nicht zu viel zu trinken. Je häufiger und länger mehr als die unter "Was ist ein risikoarmer Konsum" beschriebenen Mengen getrunken werden, desto grösser wird das Risiko, sich Probleme einzuhandeln.

Probleme fangen nicht erst mit einer Abhängigkeit an. Wer zu viel trinkt, riskiert gesundheitliche Schädigungen. Zu Beginn spürt man diese nicht. Mit der Zeit aber machen sie sich bemerkbar.

Nach und nach gewöhnt man sich an Alkohol. Es kann sich eine Abhängigkeit einstellen. Viele denken, dass man nur abhängig werden könne, wenn man ausgewachsene Alkoholräusche hat. Das stimmt nicht. Viele Alkoholabhängige haben kaum je Alkoholräusche gehabt. Sie haben nach und nach mehr getrunken und sind fast unmerklich in eine Abhängigkeit gerutscht.

Ich bin 28 Jahre jung ...

Ich bin 28 Jahre jung und denke, dass ich noch nicht stark abhängig bin, jedoch an der Grenze stehe, weiter abzurutschen. Warum ich zu trinken begonnen habe, kann ich noch nicht mal wirklich sagen. Langeweile wird‘s wohl gewesen sein...

Im Grunde geht es mir gut. Ich habe eine Frau die ich sehr liebe, ein schönes Haus, einen festen Job, keine finanziellen Probleme und einige sehr gute Freunde. Nur das Problem mit dem Alkohol macht mir starke Sorgen.

Mein tägliches Ritual (seit knapp 2 Jahren) sah so aus, dass ich von der Arbeit nach Hause kam, dann 1,5 Stunden Zeit hatte, bis meine Frau nach Hause kam. Kaum in der Tür wurde schon das erste Mischgetränk eingeschenkt und ehe ich mich versah, war die halbe Flasche leer.

Aus einem Internetforum

Fakt ist…

Bei uns zu Hause wurde und wird immer sehr guter Wein getrunken. Bei meinen Eltern steht täglich zum Essen eine Flasche Wein auf dem Tisch. Damit möchte ich nur die Selbstverständlichkeit illustrieren, mit der bei uns zu Hause mit Alkohol umgegangen wird.

Im Gegensatz zu mir können meine Eltern die angebrochene Flasche wieder „zustop-peln“…

Wann habe ich die Kontrolle über mein Trinkverhalten verloren? Zum Feiern und Trinken war ich immer schon zu haben, und habe selten ein Glas abgelehnt.

Mit der Trennung vom meinem Lebensgefährten und gleichzeitiger Trennung von meiner Geschäftspartnerin… rutschte mir auf einmal der Boden unter den Füssen weg. Ich stand mit meiner Tochter ohne Job alleine da.

Da habe ich angefangen, mir ab und zu am Abend eine Flasche Wein aufzumachen, wenn ich vor lauter Grübeln wieder nicht schlafen konnte. Der Weinkeller war ja voll mit besten Weinen.
Und irgendwann, etwa ein Jahr später, hatte ich es nicht mehr im Griff, ich musste mir täglich eine Flasche besorgen.

Aus einem Internetforum

Nicht nur wer regelmässig zu viel trinkt, sondern auch wer sich einen Rausch antrinkt, muss mit Problemen rechnen. Alkohol kann zum Beispiel dazu führen, dass man unangemessene Dinge sagt oder sich aggressiv verhält.

Immer wenn ich in den Ausgang gehe…

Immer wenn ich in den Ausgang gehe, trinke ich viel Alkohol. Meistens kann ich mich nicht mehr kontrollieren und spreche nur Quatsch und bin richtig gemein mit meinen Freunden! Es kommt mir vor, als wäre ich ein anderer Mensch.

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In manchen Situationen kann auch wenig Alkohol problematisch sein: Die Unfallwahrscheinlichkeit zum Beispiel steigt schon bei kleinen Mengen. Deshalb ist es ab 0,5 Promille verboten, ein Fahrzeug zu lenken. Am sichersten aber fährt man mit 0,0 Promille!

Wie kann ich meinen Konsum verändern?

Früh reagieren ist besser.
Gewohnheiten zu verändern ist nicht immer leicht.

Wenn sich Konsummengen erhöhen oder wenn sich andere erste Anzeichen eines Problems zeigen: Früh reagieren lohnt sich! Es ist möglich, dass das Anpassen ohne Weiteres klappt und Sie mit relativ wenig Aufwand viel für Ihre Gesundheit tun können. Je weniger sich Gewohnheiten eingeschliffen haben, desto leichter ist es, diese auch wieder zu verändern. Bei gefestigten Gewohnheiten kann die Umstellung schwieriger werden. Aber auch wenn es aufwändig ist: Es lohnt sich!

Ich denke, man trinkt Alkohol...

Ich denke, man trinkt Alkohol aus bestimmten Gründen, ob man nun alkoholabhängig ist oder nicht. Manchmal schlicht weil man durstig ist, manchmal weil es einfach eine Gewohnheit ist, einen Drink vor sich stehen zu haben, manchmal, um entspannen zu können und manchmal wegen komplizierter Gründe… Ich weiss, dass ich abends zu Hause Alkohol trinke, um mich aufs Schlafengehen vorzubereiten. Jetzt trinke ich Kamillentee oder Ovomaltine, weil die beruhigen und mich in eine „Bettzeit”-Stimmung bringen. Ich habe eine neue Gewohnheit aufgebaut. Nach meinem Kamillentee habe ich praktisch nie mehr Lust auf Alkohol, weil ich schon in dieser „Ich gehe nüchtern zu Bett“-Stimmung bin.

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Tipps, um den generellen Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen

  • Löschen Sie Ihren Durst mit alkoholfreien Getränken. 
  • Kaufen oder mixen Sie sich attraktive alkoholfreie Getränke.
  • Trinken Sie langsam und genussvoll.
  • Überdenken und ändern Sie Gewohnheiten: Überlegen Sie, in welchen Situationen Sie trinken und verändern Sie diese. Wenn Sie zum Beispiel nach dem Heimkommen immer gleich als Erstes zum Kühlschrank gehen, um ein Bier rauszuholen: Verändern Sie Ihre Gewohnheiten. Stellen Sie nur alkoholfreie Getränke im Kühlschrank bereit oder gestalten Sie Ihre Abende neu (Sport, Spaziergang etc.).
  • Überlegen Sie sich, warum Sie trinken und suchen sie alternative Möglichkeiten, diese Bedürfnisse zu stillen. Für manche Menschen bedeutet Alkohol zum Beispiel Entspannung und Stressabbau. Dann ist es besonders verlockend, immer wieder und immer mehr zu Alkohol zu greifen. Finden Sie andere Möglichkeiten, Entspannung und Lockerung in Ihren Alltag zu bringen.  
  • Sprechen Sie mit jemandem über Ihr Vorhaben, Ihren Alkoholkonsum zu verändern. Dies motiviert zusätzlich.
  • Machen Sie sich bewusst, welche Vorteile die Veränderung der Konsumgewohnheiten für Sie hat!
Ich hatte eine schwierige Zeit…

Ich hatte eine schwierige Zeit letzte Woche und habe tagsüber getrunken... Donnerstag dann ging es gut und ich habe nur abends was getrunken. Diese Dinge sind mir aufgefallen:
Meine Augen sind wieder weiss und leuchtend, nicht mehr grau. Ich habe immer Komplimente erhalten für meine Augen (und kriege die Komplimente Gott weiss warum immer noch). Dass sie nun nicht mehr grau sind, motiviert mich, weniger zu trinken.
Ich bin glücklicher.
Ich bin selbstbewusster.
Ich habe mehr Energie.
Ich wache mit weniger Sorgen auf.
Ich schlafe deswegen auch besser.

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Tipps um den Alkoholkonsum im Ausgang im Griff zu haben

  • Trinken Sie zwischen zwei alkoholischen Getränken immer mindestens ein Glas Alkoholfreies.
  • Löschen Sie Ihren Durst mit alkoholfreien Getränken. 
  • Trinken Sie nicht mehr als ein Glas pro Stunde und nicht mehr als vier Gläser total.
  • Kaufen oder mixen Sie sich attraktive alkoholfreie Getränke
  • Trinken Sie langsam und genussvoll.
  • Überdenken und ändern Sie Gewohnheiten: Wenn Sie zum Beispiel in Ihrem Ausgang viel Zeit an Orten verbringen, wo Alkohol eine wichtige Rolle spielt, überlegen Sie sich andere Ausgehmöglichkeiten, die weniger Versuchungen bergen (zum Beispiel Kino, Sport).
  • Sprechen Sie mit jemandem über Ihr Vorhaben, Ihren Alkoholkonsum zu verändern. Dies motiviert zusätzlich.
  • Machen Sie sich bewusst, welche Vorteile die Veränderung der Konsumgewohnheiten für Sie hat!

Wenn Sie es nicht in absehbarer Zeit schaffen, sich an Ihre Vorsätze zu halten und Ihren Konsum in den Griff zu bekommen: Zögern Sie nicht, sich Unterstützung zu holen.

Ich trinke zwar zu viel Alkohol, will aber jetzt nichts verändern

Wo sehen Sie Vorteile im Alkoholkonsum?
Sehen Sie auch Nachteile?

Sie sehen Ihren Alkoholkonsum nicht als Problem, oder sind gegenwärtig nicht bereit, etwas zu verändern. Vielleicht haben Sie sich die Vor- und Nachteile Ihres Konsums bewusst vergegenwärtigt und sehen im Moment in Ihrem Konsum eher Vorteile.

Falls Ihnen nicht klar ist, wie Sie zu Ihrer Entscheidung gekommen sind, laden wir Sie ein, für sich die folgenden Fragen zu beantworten: 

  • Wo sehen Sie Vorteile, wenn Sie Ihren Konsum beibehalten? Gibt es andere Möglichkeiten, um dies zu erreichen?
  • Wo sehen Sie Nachteile, wenn Sie weiterhin zu viel Alkohol trinken? Wo liegen die Nachteile für Sie selbst? Für andere?

Auch Risiken können zu Nachteilen werden. Die Risiken eines übermässigen Alkoholkonsums sind unter anderem: Gesundheitsschädigungen, Unfälle, Abhängigkeit und zwischenmenschliche Spannungen (in der Partnerschaft, in der Familie, bei der Arbeit).

Risiken betreffen zum Teil auch andere Personen. So etwa im Strassenverkehr wegen erhöhtem Unfallrisiko oder in einer Partnerschaft, wo ein übermässiger Alkoholkonsum zu Spannungen führen kann. Alkohol zu trinken ist nicht immer Privatsache. Versuchen Sie, Risiken für sich und andere zu verringern. 

Was tun, wenn es nicht klappt mit dem Verändern?

Motiviert bleiben!
Nächste Schritte planen.

Sie haben versucht, Ihren Konsum zu verändern. Damit haben Sie bereits einen wichtigen Schritt getan.

Nun machen Sie die Erfahrung: Es ist schwieriger als Sie dachten, Ihr Ziel zu erreichen. Der Wille zur Veränderung ist zwar eine notwendige Voraussetzung, aber manchmal reicht er allein nicht.

Die Tipps auf der Seite „Wie kann ich meinen Konsum verändern?“ können helfen, einen Konsum wieder unter Kontrolle zu bringen. Doch vielleicht erleben Sie, dass sich Ihr Konsum selbständig gemacht hat und Ihrem Willen nicht mehr gehorcht.  Es ist wichtig, dass Sie diese Situation ernst nehmen, denn ein Kontrollverlust kann auf eine Abhängigkeit hinweisen. Eine Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit und hat nichts mit Willensschwäche zu tun.

Ich trinke generell erst nach 18 Uhr …

Ich trinke generell erst nach 18 Uhr. Mal mehr, Mal weniger. Je nachdem. Einen Grund zum Trinken finde ich immer. Mal ist es was Schönes, mal was Negatives. Aber ich trinke täglich, auch wenn ich den Alkohol morgens nicht brauche um meinen Tag zu überstehen. Aber wenn ich ein, zwei Tage nichts trinke, fällt mir das ziemlich schwer und ich kann abends nicht einschlafen.

Ich möchte das Trinkproblem in den Griff kriegen und brauche dabei wohl Unterstützung. Wie kann ich das am besten bewerkstelligen?

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Was tun?

Wichtig ist, dass Sie sich nicht entmutigen lassen. Sie sind motiviert und bereit, etwas zu tun!

Darüber sprechen und Rat holen ist ein wichtiger Schritt. Im vertraulichen Gespräch mit einer Fachperson können Sie gezielter herausfinden, was für Sie hilfreich wäre. Fachpersonen von Alkoholberatungsstellen oder ein Arzt/eine Ärztin können mit Ihnen besprechen, wie Sie am besten vorgehen und was in Ihrer Situation ratsam ist. Diese Fachpersonen behandeln Ihren Kontakt vertraulich.

Ich will mir Unterstützung holen. Wo gibt es die?

Nicht jedem hilft das Gleiche. Wichtig ist es, die individuell passendste Unterstützung zu finden.

Ich weiss jetzt…

Ich weiss jetzt, dass ich ein Alkoholproblem habe. Ich kann einen oder zwei Tage verzichten, aber nachher werde ich schwach, weil wir Gäste haben oder weil wir zum Essen eine gute Flasche öffnen. Das Problem ist: Ich mag Wein, aber nach zwei Gläsern kann ich nicht mehr stoppen. In letzter Zeit ist es besonders schlimm geworden, ich erinnere mich dann jeweils an gar nichts mehr. Ich glaube, gestern Abend habe ich meinen Mann beschimpft. Er ist jetzt wütend und das verstehe ich. Aber ich erinnere mich überhaupt nicht daran, was ich gesagt habe. Wie beginnt man damit aufzuhören?

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Je nach Ihrer persönlichen Situation können unterschiedliche Hilfestellungen wichtig sein.

Am besten beginnen Sie mit einer Standortbestimmung und planen dann die nächsten Schritte. Eine Alkoholberatungsstelle kann Sie dabei unterstützen. Auch ein Arzt oder eine Ärztin kann Ihnen helfen. Sowohl Schweregrad und Art des Alkoholproblems als auch die persönliche Lebenssituation sollten beachtet werden, wenn es darum geht, das Ziel und die Form der Behandlung festzulegen. Ebenfalls aufgrund der individuellen Situation kann geprüft werden, ob eine Abstinenz empfohlen wird oder ob kontrolliertes Trinken eine Möglichkeit ist.

Für manche eignet sich eine ausschliesslich ambulante Unterstützung. Sie treffen sich regelmässig mit einer Fachperson einer Alkoholberatungsstelle oder mit einem spezialisierten Arzt bzw. einer spezialisierten Ärztin. Diese Unterstützungsangebote sind in der Regel kostenlos und die Fachpersonen unterstehen der Schweigepflicht.

Viele, die von einem Alkoholproblem betroffen sind, finden die Unterstützung einer Selbsthilfegruppe hilfreich. Sie treffen sich regelmässig mit Personen, die ähnliche Situationen erleben. Sie lernen von den anderen Gruppenmitgliedern, wie diese mit ihrer Situation umgehen. Und man fühlt sich mit seinem Problem nicht mehr alleine.

Für manche ist eine passende stationäre Therapie wichtig, um eine geschützte Umgebung und eine Auszeit zu haben. Stationäre Therapien können unterschiedlich lange dauern, von einigen Wochen bin zu mehreren Monaten. Daran sollte sich eine ambulante Nachbehandlung bei einer Alkoholberatungsstelle und/oder in einer Selbsthilfegruppe anschliessen. Dies hilft, Rückfälle zu vermeiden.

Bei einer körperlichen Abhängigkeit kann es bei Absetzen oder Vermindern des Konsums zu Entzugserscheinungen kommen. Diese können unter Umständen zu schweren Komplikationen führen. Medizinische Begleitung ist deswegen wichtig.

Es lässt mich heute noch frieren…

Es lässt mich noch heute frieren, wenn ich daran denke, wie schnell der Alkohol mich zu Boden gebracht hat. Kontrollverlust in Nullkommanix.
Wenn ich daran denke, wie nah ich daran war, mein Leben und mein Kind zu gefährden.
Es war grauenhaft.
Aber diese Erinnerung, der „dirtiest reminder“, den ich mir für mich vorstellen kann, macht mich auch stark in meiner Abstinenz.
Ich habe die Notbremse gezogen und bin in die Tox, direkt im Anschluss habe ich eine eineinhalbjährige ambulante Entwöhnung gemacht…
Und es war, abgesehen von der Notbremse, das Beste was ich machen konnte.
Seit fast zwei Jahren bin ich jetzt wieder trocken und frei…
Alkohol ist sehr weit weg.
Und stets in meinem Bewusstsein.

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Alkoholabhängig sein: Was bedeutet das eigentlich?

Eine Alkoholabhängigkeit ist eine Krankheit.
Alkohol kann körperlich und psychisch abhängig machen.

Es gibt keine bestimmte Konsummenge, ab der man alkoholabhängig ist. Menschen reagieren unterschiedlich auf Alkohol. Manche werden relativ rasch alkoholabhängig, bei anderen kann es lange dauern. Manche trinken vergleichsweise wenig und entwickeln eine Abhängigkeit, bei anderen entsteht sie erst bei grösseren Konsummengen.

Anzeichen für eine Alkoholabhängigkeit sind:

  • nicht mehr auf Alkohol verzichten können, 
  • den Konsum nicht mehr kontrollieren können, 
  • steigende Konsummenge (Toleranzbildung), 
  • Entzugssymptome beim Absetzen oder Reduzieren des Konsums, 
  • Vernachlässigung anderer Interessen, 
  • Weitertrinken trotz schädlicher Folgen.

Diese Anzeichen müssen nicht alle vorhanden sein, damit man von einer Abhängigkeit spricht. Ob wirklich eine Abhängigkeit vorliegt, kann allerdings nur eine Fachperson feststellen. Eine Fachperson kann Sie dann auch darin beraten, welche Schritte Sie unternehmen können.

Man schätzt, dass in der Schweiz ca. 250‘000 Personen alkoholabhängig sind. Neben den Abhängigen selbst sind viele Angehörige – darunter auch viele Kinder – von der Problematik mitbetroffen.

Als so genannte Spiegeltrinkerin…

Als so genannte Spiegeltrinkerin war ich darauf angewiesen, meinen Alkoholpegel konstant zu halten. Dabei entwickelte ich allerlei gut durchdachte Techniken. Ich versuchte meine Halbtagsarbeit einigermassen gut über die Bühne zu bringen und danach alle Tätigkeiten, die Nüchternheit erfordern (z.B. Autofahren), schnellstens zu erledigen. Alle Termine mussten möglichst früh am Tag stattfinden, damit ich danach ohne Verpflichtungen meinem wichtigsten „Hobby", dem Trinken, frönen konnte. Das vorherige Einkaufen diente in der Hauptsache der Stoffbeschaffung, alle anderen Waren drumherum dienten der Tarnung und Rechtfertigung. Sobald ich dann Zuhause angekommen war, fing ich mit dem Trinken an, immer wohl bedacht, dass niemand was merkt und unter Vermeidung eines auffälligen Rausches…

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Alkohol kann körperlich und psychisch abhängig machen. Bei einer körperlichen Abhängigkeit kommt es bei einem Konsumstopp oder bei einer Konsumreduktion zu körperlichen Entzugserscheinungen. Dabei kann es zu schweren medizinischen Komplikationen kommen. Deswegen sollte ein Entzug mit ärztlicher Begleitung durchgeführt werden.

Ein körperlicher Entzug ist oft schwer, aber er ist nach einigen Tagen vorbei. Die Überwindung der psychischen Abhängigkeit hingegen beschäftigt einen meist viel länger. Noch lange Zeit nach einem Entzug kann die psychische Abhängigkeit zu Rückfällen führen, weshalb es ratsam ist, nach dem Entzug über längere Zeit Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

Wenn Kinder da sind

Wenn ein Elternteil oder wenn beide Elternteile ein Alkoholproblem haben, entstehen häufig Spannungen oder Situationen, die Kinder nicht richtig einordnen können. Kinder merken in der Regel sehr gut, dass in der Familie etwas nicht stimmt. Oft glauben sie  dann auch, in irgendeiner Weise an den Problemen Schuld zu sein. Häufig leiden solche Kinder. Es ist wichtig, diese Kinder zu unterstützen. Auch wenn Sie als Vater oder Mutter selbst von einem Alkoholproblem betroffen sind, können Sie viel tun! Beachten Sie die Informationen in den Broschüren "Kinder aus alkoholbelasteten Familien" und "Eltern vor allem – Eltern trotz allem".

Diese Broschüren können Sie auch auf der Webseite von Sucht Schweiz (Versandkosten werden in Rechnung gestellt) oder mit einem frankierten Rückantwortkuvert bestellen (Adresse unten stehend).

Einem Rückfall vorbeugen. Was kann man dafür tun?

Einen Plan haben.
Unterstützung beanspruchen.

Wenn man weiss, in welchen Situationen das Risiko für einen Rückfall steigt, kann man sich besser wappnen. Während einer Behandlung ist auch die Rückfallprävention ein wichtiges Thema. Erkundigen Sie sich!

Es ist wichtig, sich einen Plan zurechtzulegen, was man bei einem starken Verlangen oder einem Konsumdruck tun kann. Ziel ist, sich von den Gedanken an den Konsum abzulenken und/oder sich Unterstützung zu holen. Bestandteil dieses Plans können zum Beispiel Notfallnummern sein, die man anrufen kann (Freunde, Selbsthilfegruppe, Fachperson). Es ist auch empfehlenswert, mit dem Partner/der Partnerin darüber zu sprechen, welche Rolle er oder sie übernehmen kann (zum Beispiel: Den Arzt oder die Alkoholberatungsstelle anrufen).

Sich vorher zu überlegen, was man in einer schwierigen Situation tun will, erleichtert es, konstruktiv reagieren zu können. Denn wenn man unter Stress oder Druck steht, kann man sich nicht mehr klar überlegen, was nun am besten zu tun ist.

Mehr Informationen über Rückfälle und Rückfallprävention finden Sie in der Broschüre "Rückfall...".

Diese Broschüre können Sie auch auf der Webseite von Sucht Schweiz (Versandkosten werden in Rechnung gestellt) oder mit einem frankierten Rückantwortkuvert bestellen (Adresse unten stehend).

Ich hatte einen Rückfall. Was soll ich tun?

Sich nicht entmutigen lassen! Aus einem Rückfall lernen.

Die meisten Menschen, die sich aus einer Suchterkrankung befreien, erleben auf ihrem Weg Rückfälle. Eine Abhängigkeitserkrankung entwickelt sich über eine gewisse, manchmal lange Zeit. Deshalb braucht auch der Ausstieg Zeit. Ein Suchtproblem lässt sich in aller Regel nicht von heute auf morgen lösen.

Ich war in einer teilstationären Einrichtung…

Ich war in einer teilstationären Einrichtung (Langzeittherapie) und dachte eigentlich, dass ich nun den Weg der Genesung beschritten hätte.
Ja, Pustekuchen, die letzten zwei Wochen hatte ich mehrere Rückfälle, d.h. ich habe immer mal wieder einen Tag lang getrunken - eigentlich mehr oder weniger ohne Grund.
Nun fühle ich mich ziemlich schlecht, ich mag mir nicht mal im Spiegel entgegenblicken.
Ich weiss nun überhaupt nicht mehr, was ich machen soll.

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Viele, die einen Rückfall haben, schämen sich und fühlen sich schuldig. Die Gefahr ist gross, dass sie die schlechten Gefühle mit Alkohol zudecken. Wichtig ist zu verstehen, wie es zum Rückfall kam und was er bedeutet. So behält man die Hoffnung und kann richtig reagieren.

Nach einer erfolgreichen Langzeittherapie…

Nach einer erfolgreichen Langzeittherapie, wurde ich vor kurzem wieder in den Alltag entlassen und will auf keinen Fall einen Rückfall erleiden!!!
Als letztens im Supermarkt die Kassiererin etwas länger brauchte, haben mich übelst viele „Flachmänner" im Kassenbereich angelacht. Es war erschreckend, wie da das Suchtgedächtnis ansprang und mir wurde richtig schlecht vor Angst.
Seitdem suche ich mir gezielt Kassen aus, wo kein Alkohol herumsteht...

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Es ist wichtig zu verstehen, weshalb es zum Rückfall gekommen ist. So kann man sich Strategien zurechtlegen, um beim nächsten Mal eine Risikosituation besser zu erkennen und reagieren zu können, ohne zu Alkohol zu greifen. So gesehen ist ein Rückfall auch eine Chance, für die Zukunft zu lernen. Rückfälle zeigen, dass man noch am Lernen ist.

Man kann den Schweregrad eines Rückfalls beeinflussen. Je schneller man einlenkt, desto besser. Hilfe von Nahestehenden, in einer Selbsthilfegruppe, bei einer Beratungsstelle oder einem Arzt/einer Ärztin kann dafür sehr wichtig sein.

Mehr Informationen über Rückfälle und Rückfallprävention finden Sie in der Broschüre "Rückfall...".

Diese Broschüre können Sie auch auf der Webseite von Sucht Schweiz (Versandkosten werden in Rechnung gestellt) oder mit einem frankierten Rückantwortkuvert bestellen (Adresse unten stehend).

Hilfsangebote

Adressen von Beratungsstellen finden Sie im Telefonbuch unter „Beratungsstelle für Alkoholprobleme“ „Beratungsstelle für Suchtprobleme“, „Alkoholberatungsstelle“, „Suchtberatungsstelle“ oder unter www.infoset.ch (Rubrik: Beratung und Therapie/Ambulante Angebote).

Natürlich können Sie auch uns anrufen, wir suchen Ihnen gerne Adressen von Fachstellen in Ihrer Region heraus. Die Mitarbeiter/-innen dieser Fachstellen unterstehen der Schweigepflicht. Die Beratung ist in der Regel kostenlos.

Informationen über Selbsthilfegruppen erhalten Sie bei der regionalen Beratungsstelle und bei den Anonymen Alkoholikern www.anonyme-alkoholiker.ch.

Wenn Sie sich an einen Arzt/eine Ärztin wenden möchten, können Sie entweder mit Ihrem Hausarzt/Ihrer Hausärztin sprechen oder sich an einen Facharzt/eine Fachärztin für Psychiatrie wenden.

Gemeinsam einen Weg finden

Von einem Alkoholproblem sind fast immer mehrere Personen betroffen: Die alkoholabhängige Person selbst, Angehörige, Freunde, Mitarbeitende oder Nachbarn. Besonders die nächsten Angehörigen – die Partnerin, der Partner oder die Kinder – leiden oft stark mit.

Der Weg aus einem Alkoholproblem braucht von allen Seiten viel Geduld. Vielleicht klappt der Ausstieg nicht auf Anhieb. Vielleicht gibt es Enttäuschungen. Vielleicht fallen gelegentlich harte Worte. Aber: Der Weg aus einer Alkoholabhängigkeit ist eine Herausforderung, die sich anzupacken lohnt. Es können alle nur gewinnen!   

Das Problem anerkennen

Oft sind es Nahestehende, die als Erste merken, dass etwas nicht mehr stimmt und das Problem ansprechen. Anerkennt auch die betroffene Person, dass der Alkohol für sie ein Problem ist, ist dies die Grundlage dafür, dass sich etwas verändern kann.

Einander verstehen

Die Situation und die Gefühle des anderen zu verstehen ist wichtig. Sich an die Stelle des anderen zu versetzen hilft, einander besser zu verstehen. Anzuerkennen, dass die Situation für beide schwierig ist, kann helfen, belastende Momente zu überwinden.

Erzählen Sie einander, wie es Ihnen geht. Sprechen Sie über sich selbst, nicht über das Gegenüber!

Es hilft auch, sich über die Situation des anderen zu informieren. Betroffene können beispielsweise Informationen für Nahestehende lesen, Nahestehende lesen die Informationen für Betroffene.

Verstehen bedeutet allerdings nicht, alles tolerieren zu müssen! Man kann ein Verhalten verstehen und es trotzdem nicht billigen. Sagen Sie Ihrer Partnerin oder Ihrem Partner, wenn Sie mit ihrem oder seinem Verhalten nicht einverstanden sind.

Unterstützung hilft weiter

Der Weg aus einer Abhängigkeit ist manchmal steinig. Uneinigkeit bezüglich der nächsten Schritte oder Rückfälle können zu schweren Spannungen in der Beziehung führen. Hier ist Hilfe von aussen besonders wichtig. Alkoholberatungsstellen unterstützen Sie und helfen in schwierigen Situationen, Lösungen zu finden.

Für sich verantwortlich sein
„Wenn du den Alkohol endlich sein lassen könnest, würde es mir gut gehen!“
„Wenn du nicht immer an mir herumnörgeln würdest, müsste ich nicht mehr trinken!“
Ja, vielleicht… Vielleicht aber auch nicht.

Das eigene Wohlbefinden darf nicht in erster Linie davon abhängig sein, was das Gegenüber tut. Jeder und jede ist auch seines eigenen Glückes Schmied und für sich selbst verantwortlich. 

  • Wer ein Alkoholproblem hat und überwinden will, ist verantwortlich dafür, etwas zu verändern und sich die nötige Unterstützung zu holen. 
  • Nahestehende sollten nicht nur darauf hoffen, dass sich das Gegenüber sofort ändert. Sie können sich Hilfe holen und lernen, wie sie sich entlasten können. 

Nichts geht mehr…

Es kann sein, dass man Grenzen erreicht, die auch die Partnerschaft in Frage stellen. Alkoholprobleme können, wie andere Probleme auch, ein Grund zur Trennung sein. So unterschiedlich jede Partnerschaft von der anderen ist, so individuell sind auch die Lösungen in einer Krise. Während manche nur den Weg der Trennung sehen, gestalten andere das Zusammenleben neu oder trennen sich auf Zeit.

Eine Paartherapie kann helfen, mit Konflikten umzugehen und eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Früher war ich verzweifelt…

Früher war ich verzweifelt. Ich habe trotz etlicher Entzüge, Therapie usw. so viele Rückfälle erlebt.

Wenn das sein Leben ist, seine Entscheidung ist, weiter zu trinken, muss ich das respektieren! Er ist trotz seiner Krankheit ein selbstverantwortlich handelnder Mensch. Leider hat er nicht die Kraft und/oder den Willen das Leben ohne den Alk auszuhalten. Okay! Ich sage mir inzwischen: Gut, dann ist das eben so! Das ist sein Weg! Er hatte alle Chancen, Mittel und Wege, davon wegzukommen. Vor allem viele Menschen auf seinem Weg, die ihn sehr lieben und jederzeit unterstützt haben.

Aber ich habe die Kraft und den Willen, ohne ihn leben zu wollen, und ich weiss, dass das geht. Ich bin keine gute Schwimmerin, aber übe mich gerade im Freischwimmen. Weiterschwimmen, immer weiter, einen Arm nach dem anderen nehmen, die Augen geschlossen halten, Luft holen und nicht nach hinten gucken.

Aus einem Internetforum

Das Ziel ist erreicht! Und nun?

Wenn sich jemand aus einer Abhängigkeit befreit, ist es möglich, dass er oder sie sich stark verändert. Für Angehörige ist es häufig nicht leicht, sich darauf einzustellen. Die betroffene Person nimmt einen neuen Platz und eine andere Rolle in Partnerschaft und/oder Familie ein. Und sie äussert ihre Bedürfnisse und Wünsche. 

Für die Angehörigen heisst es dann, wieder zu einem Gleichgewicht in der Familie zu finden. Oft hat ein Partner jahrelang für den anderen Verantwortung getragen. Nun heisst es, diese wieder abzugeben. Das ist nicht immer leicht, denn die doppelte Verantwortung ist nicht nur Last, sondern kann auch Quelle von Wertschätzung sein. 

Ich musste feststellen…

Ich musste feststellen, dass mein Leben als Co-Abhängige mir auch Probleme bereitet, ohne dass Alk im Spiel ist. Ich merke einige von den Co-Zügen wenns um die Kinder geht. Klar, es ist nicht so dramatisch wie mit meinem Ex, aber die Strukturen sind die gleichen. Ich mache z.B. viele Sachen für meine Söhne, die sie eigentlich auch selber machen können. Auch sage ich oft ja wenn ich nein meine.

Da muss ich wirklich sehr aufpassen. Nicht dass die Kinder mir weh tun, ich bin selber mit mir nicht zufrieden, weil ich ihnen erlaube, die Grenzen zu überschreiten.

Mein zweites grosses Problem ist meine Beziehung. Es fehlt mir die Action ‒ damit meine ich die Dramatik, Lügen, Streit... Nein, eigentlich fehlt mir das nicht, nur irgendwie ist es ohne alles so lau. Obwohl ich mich soooo gut dabei fühle, diese Sicherheit, Beständigkeit, Geborgenheit, ich möchte es nicht verlieren.

Und doch... da ist diese Leere, Leere nach dem „Stoff" die ich immer noch nicht füllen kann.

Aus einem Internetforum

Viele Menschen, die sich von einem Alkoholproblem befreien, tragen schwer an der Vergangenheit. Sie fühlen sich für das schuldig, was die Familie wegen ihres Alkoholkonsums erlebt hat, und möchten es wiedergutmachen.

Auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht in der Familie ist die Unterstützung durch eine Alkoholberatungsstelle und eine Familien-/Paartherapie hilfreich. Dies erleichtert das Gespräch und kann helfen, Spannungen abzubauen. Dies ist ein wichtiger Beitrag zur Prävention eines Rückfalls.

Wer sind wir?

Sucht Schweiz will Probleme verhüten oder vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol, anderen psychoaktiven Substanzen oder potenziell abhängigkeitserzeugenden Verhaltensweisen hervorgehen. Sucht Schweiz konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung. Sie ist eine private, parteipolitisch unabhängige Organisation mit gemeinnützigem Zweck.

Mehr Informationen über Sucht Schweiz.

Für Jugendliche und junge Erwachsene

Die Informationen auf dieser Website richten sich in erster Linie an Erwachsene.

Für Jugendliche und junge Erwachsene gibt es speziell auf sie angepasste Angebote, zum Beispiel:

 
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